Ernährung

 

Ernährung

ist entscheidender Bestandteil jeder Vorsorge und auch Krankheitstherapie

Meiner Ansicht nach muß in der Ernährungstherapie aber folgendes zusätzlich beachtet werden:

Fünf Millionen Jahre Evolution haben unsern Körper genetisch so eingestellt, daß nur ein gewisses Eßspektrum empfohlen werden kann, ohne daß straflos die langfristige Gesundheit beeinträchtigt wird.

Grundidee -- Paläobiologische Kost
Paläo-Kost:

Menschen sind biologisch gesehen höhere Primaten. Ihr evolutions-biologischer Lebensraum war die Gegend des heutigen Ostafrikas.
Vier bis sechs Millionen Jahre haben sich alle unsere Vorfahren genetisch an die dort bestehenden Lebensbedingungen angepasst.

Die Anpassung führte zur Ausbildung vieler Eigenschaften unseres Körpers: Aussehen, räumliches Vorstellungsvermögen, Sehfähigkeiten, Haarkleid, Ausdauer usw.

Hier entwickelte sich unser Magen Darm -Trakt mit seiner Fähigkeit, damals vorkommende Nahrungsprodukte verdauen und verstoffwechseln zu können.

Auf diese Nahrungszusammensetzung sind wir bis heute genetisch programmiert und müssen sie eigentlich in unserer Kostauswahl berücksichtigen.

Welche Nahrung stand in diesem evolutionsbiologisch langen Zeitraum zur Verfügung ?
Vorweg sei gesagt: Kalorienhaltige Nahrung besteht üblicherweise aus Eiweißen, Fetten, und Kohlenhydraten.
Damals haben sich unsere Vorfahren ernährt von dem, was sie anfangs in den Urwäldern, später in den Savannen Ostafrikas vorfanden.

Dies waren ausschließlich Fleisch, Insekten, Fisch, Eier, Früchte, grüne Pflanzenkost, Nüsse, Samen, Wurzeln, Pilze,

Folgende Rahmenbedingungen bestanden damals:
1. Der Organismus mußte sich an anstrengende tägliche Bewegung anpassen.Täglicher Bewegungsumfang ca 15 km zu Fuß.
2. Es gab in kürzeren Intervallen Hungerzeiten.
3. Da in Afrika die Nacht von ca 18.30 h abends bis 6.30 morgens dauert, bestand keine Möglichkeit nachts auf Futtersuche zu gehen.
An diese Rahmenbedingungen hat sich die Biochemie unseres Stoffwechsels ca. 4-6 Mio Jahre optimal angepasst. Dies entspricht einer Anpassungszeit von etwa 120.000 Generationen.

Erst vor max 30.000 Jahren wanderten die Vorfahren unserer Spezies nach Norden in den heutigen Nahen Osten aus und begannen vor etwa 8000 Jahren mit der bäuerlichen Kulturwirtschaft.
Seit damals wurden Milchprodukte und Getreide erstmals verzehrt.

Unser Körper hat seither nur 500 - 1000 Generationen Zeit gehabt, sich an Getreide und Mehl anzupassen. Eine solch evolutionsbiologisch kurze Zeit reicht nur für punktuelle genetische Anpassungen aus.

Deshalb ist für Milchprodukte und Getreideprodukte wie Weizen, Roggen, Gerste also Brot, Nudeln, Weizenteig, Müsli nur eine begrenzte Verträglichkeit zu erwarten.

Eine paläobiologische Kostform, also eine der Urkost ähnliche oder verwandte Ernährungsweise ist daher anzustreben.

Moderne Ernährungsspezialisten haben das bei uns in Deutschland von der 'deutschen Gesellschaft für Ernährung' noch empfohlene alte Ernährungsmodell verlassen und eine neue Ernährungspyramide zusammengestellt.

Die sogenannte 'Logi-Pyramide' des amerikanischen Ernährungsspezialisten David S. Ludwig fasst diese neuen Erkenntnisse zusammen.

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Welche Ernährung für längste Lebenserwartung